Friedensmeditation für San José

100220_Colombia_Global_Campus_TAC_13Vorbemerkung: Sabine Lichtenfels befindet sich derzeit auf einer politischen Reise in Kolumbien. Auf Grund der aktuellen Anlässe möchten wir den dieswöchigen Ring der Kraft in seiner ganzen Länge schriftlich veröffentlichen.

„Ich widme diese Meditation der Friedensgemeinschaft San José de Apartadó, die in wenigen Tagen, am 23. März ihre 20-Jahresfeier begehen wird. Und ich öffne in diesem Zusammenhang eine Vision dafür, wie wirklicher Frieden in Kolumbien entstehen könnte.

Seit Tausenden von Jahren ringen die Menschen um Frieden und wir wissen, alle Versuche, Frieden aus eigenerKraft herzustellen, sind nicht gelungen. Es ist fast immer in Weltanschauung, Konflikt, Krieg und Bekämpfung geendet. Gleichzeitig ist Friede eine Realität. Ich stelle mir vor, wie wir menschheitlich die Energieschwingung der Erde wieder wahrnehmen, die Energieschwingung des Lebens selbst. Und ich stelle mir vor, wie in Kolumbien von einem heiligen Ort, z.B. von Chiribiquete, eine heilige Energieschwingung immer stärker ausgeht. Und es bildet sich eine Frequenz, die sich um den Erdkörper legt. Diese Energie kommt direkt von der Erde und webt ein feines energetisches Netz durchs ganze Land. Immer mehr Menschen werden von dieser Energie erfasst, sie hören auf einmal den Ruf in ihrem Herzen und erkennen ihre wirkliche Aufgabe wieder. Sie hören den Ruf der Erde und nehmen diesen Ruf an. Alle egomanischen Bestrebungen schmelzen dahinter zurück und auf einmal erkennt jeder wesentlich, wofür er hier auf der Erde ist. Machtvolle Entschlossenheit paart sich mit Demut. Wir alle stellen uns in den Dienst an die Erde. Diese Energieschwingung webt sich durch viele Organisationen, Parteien, Regierungen und Religionen. Sie bildet ein übergeordnetes Netz, das alle Art von Ideologie hinter sich lässt, und uns alle miteinander verbindet. Wir erkennen, dass wir alle Kinder dieser Erde sind. Alle erkennen auch, dass es eine urgeschichtliche Friedensschwingung gibt im Land und man erinnert sich, dass wir alle als Gemeinschaftswesen gedacht sind, Teil eines großen ganzheitlichen Organismus. Auch Präsident Santos wird getroffen und betroffen von dieser unendlich weichen und kraftvollen Liebesfrequenz. Er spürt, dass seine begonnene Friedenspolitik nur dann Aussicht auf Erfolg hat, wenn er sie ganz und tief und wahr in sein Herz lässt. Er spürt, dass er Worte der Wahrheit sprechen muss. Er spürt, dass die alten Lügen nicht mehr funktionieren und dass er selbst die Vergangenheit aufdecken muss. Er weiß, dass er dem Paramilitär die Macht entziehen muss. Er spürt, dass es eine große Macht der Vergebung gibt, dass diese Macht aber erst einsetzen kann, wenn die Einzelnen erkennen, was sie wirklich getan haben. Sein Herz beginnt, anteilnehmend zu schlagen – für die Gemeinschaften in seinem Land, die seit vielen Jahren verfolgt wurden, für die Indigenen, die vom Paramilitär und Militär verfolgt, gefoltert und unterdrückt wurden. Er spürt sein Herz der Anteilnahme und den unbedingten Willen, diese Vergangenheit aufzulösen und einer neuen Zukunft zuzuführen. Er stellt Indigene und bestehende Friedensgruppen im Land ausdrücklich unter seinen Schutz. Er spürt, dass die Bildung autonomer