Terra Deva

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„Wenn jemand fragt, was denn das Herzstück von Terra Nova sei, dann können wir antworten: Es ist die heilige Allianz aller Lebewesen. Wenn wir von der neuen planetarischen Gemeinschaft sprechen, dann meinen wir auch die heilige Allianz aller Mitgeschöpfe, denn sie gehören zur planetarischen Gemeinschaft.”

(Zitat aus dem Buch Terra Nova von Dieter Duhm)

Auf einem 6 Hektar großen Teilgelände von Tamera liegt das Forschungsareal von Terra Deva. Dieser Ort dient der Interspezies-Kommunikation, dem Kontakt und der Kooperation mit Pflanzen, Tieren und allen sichtbaren und unsichtbaren Mitgeschöpfen. Es geht in diesem Areal nicht um Erntequoten und Erträge, sondern um Vertrauensaufbau mit allem, was lebt. In Kontakt und Kooperation mit allen Wesen wollen wir lernen, wie zerstörte Landschaften und Biotope regeneriert werden können und welche Wege es gibt, die Lebensmittel in Zukunft zu erzeugen.

Was heißt Kommunikation mit anderen Wesen?

Kommunikation ist mehr als Informationsübertragung durch Worte. Kommunikation ist Kontakt von Zentrum zu Zentrum und beruht auf dem Phänomen der Resonanz. Wir können mit allen Wesen kommunizieren, denn alle haben dieselbe genetische Grundstruktur und sind fähig, miteinander in Resonanz zu treten. Anders gesagt: Wir sind alle Organe des Einen Seins. Jedes Wesen hat eine Seele, mit der wir in Kontakt treten können. Einige Kulturen verwenden dafür das Wort „Deva“.

Terra Deva steht unter der Schirmherrschaft von Sabine Lichtenfels. Sie sagt: „Wir sprechen nicht nur über die Wesen, sondern auch mit ihnen. In Kooperation mit der Natur – das ist kein Schlagwort, sondern eine reale Quelle von unerschöpflichem Wissen, Freundschaft und Seelenqualität des Lebens.“

In enger Zusammenarbeit mit dem ökologischen Institut und Bernd Walter Müller werden in Tamera Seminare gehalten und wird das Wissen auch an anderen Orten dieser Erde weiter gegeben. Ökologisches Grundlagenwissen und spirituelle Forschung können nicht getrennt voneinander betrachtet werden. Ob du es mit der Frage von sogenanntem Ungeziefer zu tun hast, mit der Anlage eines Sees oder mit dem plötzlichen Aufkommen von Wildschweinen – in allen Fällen geht es um Kooperationspartner, deren Anliegen wir hören und verstehen wollen.

150412_Tamera_Terra_Deva_Team_SDV_9_5_56a0f7199cdeaTerra Deva Kernteam

Einige Forschungsfragen:

Wie kommt man in Berührung mit der Seele eines Baumes, mit dem Wesenskern eines Tieres? Was ist ein Kraftplatz? Wie teilen wir das Erlebte und Erfahrene mit den Mitmenschen? Wie sieht nach Jahrtausenden der Ausbeutung eine Versöhnung mit den Nutztieren aus? Können wir Pflanzenwachstum durch Gedanken, Musik oder andere Frequenzen beeinflussen? Können wir durch Kooperation mit Naturwesen zerstörte Biotope heilen? Können wir im Kontakt mit den Mitlebewesen das weltweite Ernährungsproblem ohne Gewalt an Tieren und Ausbeutung von Biotopen lösen? Gibt es die Möglichkeit, im Einverständnis mit den Tieren – so wie es von indigenen Kulturen gesagt wird – Fisch, Fleisch oder Milchprodukte essen zu dürfen?

Tiere sind Mitarbeiter, keine Schädlinge

2013 begann das Team, das zuvor mit Zistrosen und Brombeeren überwucherte Gelände zu kultivieren. Tiere wie Schweine, Hühner, Bienen und Wildtiere sind dabei Mitarbeiter und Helfer. Es gibt in Terra Deva keine Feinde oder Schädlinge. Nur Gier, Ekel und Angst des Menschen haben sie in unseren Augen dazu gemacht. Terra Deva sucht die Kooperation mit Wildtieren wie Wildschweinen und Mungos.

Sabine Lichtenfels zur Bedeutung von Terra Deva: „Wenn wir den Weg der Kooperation mit der Natur gehen, werden wir eines Tages feststellen, dass ein Wort wie Paradies nicht mehr nur ein religiöser Begriff ist. Es ist vielmehr ein Auftrag für unser Leben, Handeln und Schaffen.“

Terra Deva gehört zum entstehenden Landschaftspark MarIsis – mit Steinkreis, Pilgerwegen und anderen spirituellen Kraftplätzen auf dem gesamten Gelände von Tamera. Die Ergebnisse der Kooperation und Kommunikation mit allen Wesen fließen in die Arbeit der Ökologie und den Aufbau der Landschafts- und Versorgungsgärten ein.

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Auf dem Hühnerhof von Terra Deva leben Hühner in einem natürlichen, aber vor Wildtieren geschützten Gehege. Sie haben die Möglichkeit, den Zaun zu überfliegen, aber kehren nachts in ihr schützendes Gehege zurück, wo sie auf Bäumen schlafen. Terra Deva erforscht die Kooperation zwischen Huhn, Wildtier und Mensch. Einige Fragen lauten: Helfen die Wildtiere bei der Regulierung einer Hühnergruppe, wenn zum Beispiel zu viele Hähne aufwachsen? Schenkt ein Huhn, das in Vertrauen und Fülle lebt, seine Eier dem Menschen freiwillig?

Schweine

Schweine gelten als unrein, „Schwein“ ist sogar ein Schimpfwort. In den Zeiten der Göttin aber war das Schwein ein mächtiges und heiliges Tier. Es stand für Fülle und Wollust und damit für Eigenschaften, die das patriarchale Zeitalter schon immer bekämpfte.

140322_Tamera_AnimalProject_Pigs_SDV_04_19_56a0f7236ba0fDie Schweine von Terra Deva sind keine Fleischlieferanten, sondern Mitarbeiter. Sie tun nichts lieber, als Brachland aufzuwühlen, Gestrüpp zu roden und die Erde zu pflügen. Diese nützliche Arbeit kann in allen Regionen eingesetzt werden, wo aus Brachland Gärten oder Wälder werden sollen.

Auch Wildschweine ziehen durch Tamera. Die Kooperation und Kommunikation mit ihnen ist ein wesentliches Element zum Schutz der Nutzgärten, wenn man auf Kampf und Abwehrzäune verzichten will. Die Forschungsergebnisse von Terra Deva haben bereits Einzug gehalten in die Landwirtschaft.

Bienen

Die Biene ist in vielen Kulturen heilig. Bienen sind für Mensch und Natur sehr wichtige Insekten, denn sie bestäuben 90% aller Lebensmittelpflanzen. Heute wissen wir: Wenn die Biene verschwindet, wird die Menschheit nicht mehr als vier Jahre überleben. Doch die Bienen sterben massenhaft, geschwächt durch Agrarchemie, Monokulturen und eine zu gierige Ausbeutung des Honigs. In Terra Deva entsteht ein Bienensanktuarium. Durch traditionell geformte Bienenstöcke, durch Kooperationsversuche mit der Varroa-Milbe, Behandlung kranker Völker mit Kräutern und vorläufigen Verzicht auf die Honigernte versuchen wir, das Wesen der Biene zu ergründen und von ihr die Informationen zu erhalten, die zu ihrem Schutz und ihrer Heilung gebraucht werden.

Fische

In der Wasserretentionslandschaft von Tamera leben heute zahlreiche verschiedene Fried- und Raubfische sowie Krebse und andere Wassertiere. Die Ausformung von Tief- und Flachzonen sowie die Vegetation bietet ihnen reichlich Schutz- und Laichräume und Futterplätze. Der Reichtum der Wasserbiotope zieht viele Wildtiere wie Fischotter, Kormorane und Störche an, die Natur regeneriert sich. Ein solcher Reichtum von Wasserretentionslandschaften könnte eine modellhafte Antwort auf die Ernährungsfrage und das desaströse Abfischen der Weltmeere bieten. Auch in diesem Bereich versuchen wir herauszufinden, ob das Töten und Verspeisen von Fischen zu einer gewaltfreien Kultur gehören kann.

Ratten

Die Angst und der Ekel des Menschen vor Ratten sind grotesk. In seinem panischen Vernichtungskampf sind ihm alle Mittel recht. Und doch hat er keine Chance gegen deren Schläue und Robustheit, Ratten überleben sogar Atomunfälle.

Terra Deva schließt Ratten in das Kommunikationsexperiment mit ein. Wir teilen ihnen mit, wo sie sein dürfen und wo nicht – teilweise mit erstaunlichem Erfolg. Damit sie nicht die Wohnungen aufsuchen müssen, um Kontakt zu Menschen zu haben, hat das Team von Terra Deva Rattentempel eingerichtet für die gegenseitige Wahrnehmung und Kommunikation – inspiriert vom berühmten Rattentempel in Rajasthan. Wir erfahren, dass nur, wer die Feindschaft und die Angst ablegt, überhaupt fähig wird, Schönheit und Botschaft eines Wesens zu erkennen. Wir lernen auch, dass die explosionsartige Vermehrung von Ratten abnimmt, wenn sie ihren Platz sicher haben und nicht mehr bekämpft werden. In Bezug auf Ratten konnte das Terra Deva Team bereits Hilfesuchende in der Region beraten.

Kraftplätze

Alle ursprünglichen Kulturen besaßen Kraftplätze, an denen sich die Menschen mit Energie auftanken, besinnen und mit dem Heiligen kommunizieren konnten. Kraftplätze sind Orte der Ruhe und des Kontaktes mit den Naturkräften, sie gehören schon heute in Tamera zur Heilungsarbeit. Die Meditation an Kraftplätzen kann verschüttete Erinnerungen an unser ursprüngliches Friedenswissen freilegen. Oft liegen Kraftplätze auf geomantischen Energielinien und weisen auffällige Naturmerkmale auf. Mit einer einfühlsamen Gestaltung, einer Steinsetzung oder Skulptur sowie mit Sitz- und Gebetsplätzen versucht das Team von Terra Deva, den Charakter eines Kraftplatzes zu unterstreichen und herauszuarbeiten.

Von Kindern lernen

Viele Kinder erleben Tiere und Pflanzen als Gesprächspartner, denen sie in aller Selbstverständlichkeit ihre Gedanken und Empfindungen mitteilen. Durch ihre Verbundenheit mit der Natur von kleinauf erfahren sie Urvertrauen. Davon können auch Erwachsene viel lernen. Kinder helfen regelmäßig auf spielerische Weise und in Zusammenarbeit mit der Schule „Escola da Esperanca“ in Terra Deva mit.

Kunst 

In Terra Deva verbinden sich ökologische und künstlerische Gestaltung. „Eine Form ist dazu da, eine Kraft zu verführen und einzufangen“, sagte Antonin Artaud. Dieter Duhm: „Kunst kommt aus der tiefen Verbundenheit mit der Welt und der Schöpfung. Sie kommt aus der inneren Bereitschaft, Altes immer wieder loszulassen und sich frei zu machen für Neues.“

Kennenlernen

TeilnehmerInnen einiger Seminare können für einige Tage bei Terra Deva mitarbeiten und an unserer Arbeit direkt teilnehmen. Auch Führungen für Gäste sind möglich. Fragen und Wünsche an uns richten Sie bitte an: contact@sabine-lichtenfels.com

In Vorbereitung ist ein regelmäßiges öffentliches Tagebuch mit Erlebnissen und Ergebnissen unserer Interspezieskommunikation.