Marici – Urkraft des Schweines

Ich bin die Urkraft des Schweines, ich verkörpere die Liebe zum Leib und zum sinnlichen Kontakt. Mit mir verbunden findest du die Freude im direkten Zusammenspiel mit Mutter Erde. Ich kann dir helfen Mutter Erde zu fühlen , zu riechen , zu durchwühlen, zu spüren. Gemeinsam mit mir entdeckst du die Erde als Nahrung, als Heimat, als ewige Quelle. Viele alte Kulturen haben meine Kraft, meine Schönheit, meine Fruchtbarkeit und Wildheit geachtet. Ich war Botin der Göttin, Begleiterin gottähnlicher Wesen und oft wurde ich selbst als Gottheit verehrt. Bei den Kelten verkörperte ich die alte Weise in Gestalt der Schweinegöttin, auf den Kanaren galt ich als Vermittlerin zu Gott und auch die Himmelsgöttin Nut trug mein Gesicht. Mit dem Aufkommen des Hexenwahns und der Frauenverfolgung wurde ich zum bösen Hexentier erklärt, wurde als unmäßig und schmutzig in eine dunkle Ecke verdrängt. Mein Schicksal und das Schicksal der verdrängten Sexualität, des unerlösten Eros sind eng mit einander verwoben. Die Marici-Seite des Lebens hat heute große Schwierigkeiten anerkannt zu werden. Wenn dies aber geschieht, dann kannst du in der Marici- Kraft das große „DU DARFST“ im Eros, in der Sexualität finden und erfahren. Mit mir gemeinsam kannst du die Fleischeslust feiern und entdecken. Du darfst auch die Schüchternheit pflegen und errötend deinen Spuren folgen. Ich bin eine der Quellen, mit deren Hilfe du zu deiner gewünschten Selbstakzeptanz finden kannst. Mit mir verbunden , kannst du die sexuelle Energie ganz anschauen, und im Herzen entsteht die Beruhigung, nach der wir uns so sehnen. Meine Wahrheit aber läßt sich nicht verdrängen. In deinen Liebesbeziehungen wirst du nach Wahrheit in der Kommunikation suchen, ohne mich verleugnen zu müssen. Von hieraus entscheiden die Liebespartner selbst, ob sie in monogamen Beziehungen leben wollen oder in welcher Weise sie ihre sexuelle Natur leben wollen. Aber sie werden mich nicht länger verdrängen und bekämpfen. Wieviele Schweine werden täglich gequält, gefoltert und geschlachtet, auf Grund der verdrängten Fleischeslust. Wer Mich in sich wiedergefunden hat, wird kein Tier mehr mißhandeln können, denn damit mißhandelst du deine eigene Urnatur. Ich bin die Fleischeslust , die sich in Mir offenbart, weil ich sie durch Mich wirken lasse. Mit mir gemeinsam kannst du ein positives Bild der Sexualität erschaffen, wo das Fleisch nichts mit Bildern der Gewalt zu tun hat, sondern mit dem wahrheitsgemäßen Kontakt zwischen den Geschlechtern und damit auch zu allem Lebendigen. Die Frau muss sich nicht länger schützen vor der Lust des Mannes. Durch gegenseitiges Vertrauen, kann sie sich ganz hingeben in die liebenden und schützenden Arme der sexuellen Freude aneinander. Kontakt ist das Zauberwort, und niemand wird seiner Lust folgen, wenn diese nicht auf gegenseitiger Resonanz basiert. In klarer Selbstakzeptanz wirst du dein Ja oder dein Nein geben. Du wirst nichts tun müssen, was du nicht auch tun willst. Wer meine Urnatur nicht länger in die unterbewußten Gefilde verdrängen muss, wird zur wahren Gewaltlosigkeit geführt, das ist die Gewaltlosigkeit des Lebens selbst, die sich auf der Erde verwirklichen möchte. In mir sucht die göttliche Urnatur nach der wahren leiblichen Verwirklichung. Ya Azim (Meditationstext zur archetypischen Kraft des Marici, von Sabine Lichtenfels empfangen und verfasst) Hier könnt Ihr den Text zum Marici – Stein  als Audioaufnahme anhören: http://sabine-lichtenfels.com/wp-content/uploads/2018/05/2018-05-21-Marici.mp3